Unser Raum sei die Schwelle. Kikusha-ni «Fitting» ist der Fachausdruck für die Übergangs- und Passstücke von Rohrleitungen, die Stefan Kauffungen, bei seinen einstigen regelmässigen Streifzügen durch das Baumateriallager des Vaters, früh beeindruckten. Als Passagen-Werke könnte man denn auch seine mehrschichtigen, mit Hohlräumen durchsetzten Arbeiten bezeichnen.
Es sind Miniaturbrücken zwischen Hier und Jetzt, kleine Monumente des Fliessens, materialisierte Zeit. Sein Interesse für die japanische Baukunst gilt vornehmlich diesem Aspekt der Durchdringung und Überlappung von räumlichen Ensembles. Raum ist darin stets auch Zwischenraum, wird von Lücken ebenso mitgeformt wie von Körpern und Kulissen, vom physischen Gegenstand wie von dessen den Umraum reflektierender Kontur. Ob positiv oder negativ, ob konkav oder konvex, das Kippbild von «Ort und Stelle» bildet die Sphäre von Objekten, die, mit Rosalind Krauss, «allein in der Erfahrung ihrer Betrachtung zu verstehen sind».
In Kauffungens Wandobjekten scheint gerade diese Sphäre zu einer denkbar konkreten Gestalt zu finden, als Verkörperung und Transformation ihrer selbst: Als raumgewordene Schnittstelle. Das den Selbstdurchgang formatierende Gebilde ist dabei ebenso Manschette wie Futteral, modellartig kompaktes Mantelwerk eines kommunizierenden Gefüges aus Farbe, Licht und Widerschein. Textauszug von Bruno Steiger aus der Publikation IBLA, 2004, Edition Howeg
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Ausbildungen/Formation
1979 Abschluss als Werklehrer an der Kunstgewerbeshule Zürich1975 Vorkurs an der Kunstgewerbwschule Zürich 1974 Lehrabschluss als Tiefdruckretoucheur . 2003-2004 Zwei Semester Vertiefungs-studium in Sonderpädagogik an der HfH und der HfGZ 2004 bis dato Dozent am Propädeutikum an der ZHdk, Zürcher Hochschule der Künste klassen- und sowie Fachbereichsleiter am Gestalterischen Vorkurs an der Berufschule für Gestaltung in Zürich 1994–2004 Klassenleiter des Gestalterischen Vorkurses an der Hochschule für Gestaltung und Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich.
Verschiedene Lehraufträge: Projektleiter im Gestalterischen Grundstudium des Studienbereiches Modegestaltung. Seminare im Studienbereich Style & Design an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich.
1979–1984 Zeichner bei Zintzmeyer & Lux und Zeichenlehrer am Buchmann- Gymnasium in Zürich 1985–1994 Zeichen- und Werklehrer an der Mittel- und Oberstufe in Adliswil Während dieser Zeit Lehraufträge an der F+F und am Vorkurs der Kunstgewerbe Schule Zürich 1983 Mitgründer einer eigenen Schule: Lagerhaus für Schulen und Kurse, Amtshaus Kaiserstuhl 1981 bis Sommer 1982 Studienreise nach Sizilien. 1979 Abschluss als Werklehrer, arbeitet als Karikaturist und Illustrator für diverse Zeitungen.
Gruppenausstellungen (Auswahl)
2009 Galerie La Ligne, Winter Group Show, Zürich Seit 2004 Multipleart, Kunstmesse Zürich 2002 Kunst hier und jetzt, 16 Vitrinen, Zürich 2002 Expo, Galerie Biel 2003 Multipleart, Galerie Zimmermannhaus, Brugg 2001 15 Jahre Edition HSB, Museum Baveria, Zürich 1998 Galerie Esther Hufschmid, Zürich 1995 2. Internationale Triennale für Druck-grafik in Le Locle 1991 ART in Basel, Galerie Werner Bommer, Zürich 12. Internationale Triennale für Druckgrafik in Grenchen 5 Jahre Edition HSB, Museum Baveria, Zürich 1988 Jurierte Gruppenausstellung der GSMBA, Sektion Zürich im Palais Thurn und Taxis Katalog 1987 Zürcher Künstler 1984 Gruppenausstellungen in Oberitalien 1986 Zürcher Künstler
Einzelausstellungen (Auwahl)
2007 Galerie Kunstverein Schaffhausen 2004 Atelierausstellung, Buchvernissage 1993 Galerie Ursula Siegenthaler, Zürich 1989 Galerie Ursula siegenthaler, Zürich 1988 Vebikus, Schaffhausen (Katalog) 1986 Eterna-Interim, Zürich
Stipendien, Preise
1989 Werkbeitrag des Kantons Zürich 1986 Werkbeitrag des Kantons ZürichAnerkennungspreis des Kantons Zürich für Wettbewerbsbeitrag Kunst am Bau
Bibliographie
2004 Publikation IBLA, Edition Howeg,SBN 3-85736-228-6. 2005 2 Internationale Triennale für Druck-grafik Le Locle, Musée des Beaux-Arts de la Ville du Locle. 1991 12. Internationale Triennale für Druckgrafik Kunstgesellschaft Grenchen, Sonderedition zur 21. Triennale, Kaltnadelradierung. 1991–1993 Galerie Ursula Siegenthaler, Katalog Vocabulaire, ausgewählte Zeichnungen. 1988 Eterna-Interim, Observationen, ausgewählte Arbeiten.
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