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Geboren 1929 in Paris, lebt und arbeitet in der Schweiz

Orginale/ Edition / Multiple

Marie-Thérèse Vacossin


Eine besonders lange Erfahrung darin, wie man der Farbe hilft zur starken Leuchtkraft und zur Vibration – jenseits der Monochromie – hat sich die in Paris geborene Marie-Thérèse Vacossin erworben.

Die Frucht ist eine aussergewöhnlich intensive Auseinandersetzung mit der Farbe zur Steigerung ihrer Wirkung. Ihre Werke sind deshalb schon lange nicht mehr einfach als Objekte von dieser oder jener geometrischen Begründung her zu bewerten, sonderns sie sind zu bewerten durch das, was sie bewirken. Und ihre Kunst ist insgesamt eine Vermittlung sinnlicher Erfahrungen. Dennoch fragt man nach, wie siese Vermittlung geschieht, wobei die grosse monochrome Farbfläche – ein all over – für Marie-Thérèse Vacossin nicht in Frage kam.

Sie suchte und fand sensiblere Methoden, die Farbe zum Vibrieren zu bringen. Von anderen Autoren wird jedoch mit Recht darauf hingewiesen, dass sie sich trotz einer „tiefen Verwurzelung in der französischen Maltradition, u.a der Impressionisten“ einer bestimmten Kunstbewegung nie angeschlossen hätte. Wenn es zum Beispiel um die Steigerung der Farbe Blau geht, gerät man bei Werken von Marie-Thérèse Vacossin in sprachliche Not, indem neue Wortverbindungen mit „blau“ gesucht und gefunden werden müssten zu den bereits phantasievollen Namen von „himmelblau“ bis zu „orientblau“.

Es drängen sich überdies synästhetische Formulierungen von Tonhöhen und Klangfarben auf, mit denen Vibration allgemein in Verbindung gebracht wird. Der Versuch einer Beschreibung lässt sich jedoch auch mit Hilfe der Verhältnismässigkeit der gestaltenden Mitteln unternehmen. So fällt auf, dass Vibration oder Schwingung in ihren Arbeiten am stärksten in der unmittelbaren Umgebung der blauen Linien, mit ihrer Häufigkeit und dadurch bedingt auch mit ihrer Breite. Jede Nuancierung ergibt eine Änderung der « Klangfarbe ».

Es kommt dabei auch vor, dass die Wirkung nicht von den Linien ausgeht, sondern vom durchscheinenden Blaugrund, das heisst dass die Linien zum Gitterwerk werden. Das sind Phänomene, welche der Gestaltpsychologie zugrunde liegen.

Auszug aus Objektive Methoden bringen Farben zum Vibrieren von Eugen Gommringer

Ausbildung

1943 Malkurs bei Madame Buzinska, Saint-Germain–en–Laye, F
1947/49 Ecole de décoration de la Ville de Paris
1948/50 Ecole de décoration de la Ville de Paris
1955/56 Ecole du Louvre et Etudes de Professorat de dessin de la Ville de Paris
1951/55 Atelier Lapoujade, Paris
1966 gründet das « Atelier Fanal » in Basel und gibt dort Kurse für Malerei
1978 Mitbegründerin der « Editions Fanal » in Basel; Kunstdrucke und Kunstmappen Konstructiver Kunst
1980 Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres

M-T. Vacossin, Acryl auf Leinwand, Dypthique


M-T. Vacossin, Acryl auf Leinwand, Dypthique



Einzelausstellungen

1972 Galerie d’Art moderne, Basel, CH
1980 Bank für Internationalen Zahlungausgleich, Basel, CH
1987 Galerie Photo-Art-Basel, Basel, CH
1992 Galerie Mathieu, Besançon, F
1994 REPÈRES, Galerie Editions FANAL, Basel, CH
1995 Vismara Arte, Mailand, I
1995 Iynedjian Art, Lausanne
1996 Galerie Brigitte Weiss, Zürich, CH
1998 Galerie Gudrun Spielvogel, München, D
1999 Galerie Numaga, Auvernier, CH
2001 Espace Fanal, Basel, CH
2002 März Galerien, Mannheim, D
2002 Carrespace, Vallorbe, CH
2003 Vismara Arte, Mailand, I
2003 Fondation Louis Moret, Martigny, CH
2004 Galerie Gudrun Spielvogel, München
2004 Galerie Konkret Martin Wörn, Sulzburg, D
2005 Musée d’Art et d’Histoire, Neuchâtel, CH
« Perceval » 1997 (dans le cadre d’une saison de concerts)
2005 Galerie Oniris, Rennes, F
2005 Château de Vaumarcus, Vaumarcus, CH
2005 Espace Fanal, Basel, CH
2006 „La voie de la couleur“, Galerie d’Art Contemporain, Besançon, F



Ausstellungsbeteiligungen

1955 Galerie Le Hérisson, Saint-Germain-en-Laye, F
1956 Atelier Otto Freundlich, Paris
1957 Galerie Simone Heller, Paris
1958 Galerie Denise Breteau, Paris
1958 Maison de Van Gogh, Auvers-sur-Oise, F
1958 Universität Valladolid, E
1958 Chapelle romane, Maisons-Laffitte, F
1964/66 Galerie Wercamer, Paris
1974 Galerie im Trudelhaus, Baden, CH
1986 Club Royal de la Banque Nationale de Belgique, Brüssel
1986 Museum für moderne Kunst, Cuxhaven
1987/94 FIAC, Galerie Denise René, Paris
1990 « Hommage à Otto Freundlich », Galerie D’Art Moderne, Basel
1990/91/92/
93/94 Art-Basel, Galerie Hoffmann, Friedberg, D
1990/91/92/
93/94/96 Art-Basel, Galerie Mathieu, Besançon, F
1994/95/96 Art-Basel, Galerie Denise René, Paris
1997 A TEMPO, Centro Cultural, Consolido, Caracas
1997 Iynedian Art, “Black is beautiful white is purity”, Lausanne
1997 Iynedjian Art, “Les femmes et l’abstraction géométrique « Lausanne
1997 Fondation Louis Moret, Martigny, CH
1997 Galerie Emilia Suciu, « Constructive Art in Europe at the treshold of the
Third millenium”,Ettlingen, D
2002 Galerie St. Johann, Saarbrücken,D
2003 Galerie Emilia Suciu, (mit Kunibert Fritz und Joan Palà), Ettligen, D
2004 Musée des Beaux-Arts (mit Aurélie Nemours), Mulhouse, F
2004 Art Concret Européen Künstlerforum, Bonn
2004 FIAC, Galerie Oniris, Paris
2004 50 Quadrat ein aktueller überblick über die internationale konkrete
Kunst, Galerie Konkret Martin Wörm, Sulzburg, D
2005 Gesselschaft für Kunst und Gestaltung, Bonn, D
2006 Musée de Pontoise, „Horizontales, verticales seules“, Pontoise, F
2006 Art Fair, Galerie La Ligne, Zürich
2009 Winter Group Show, Klein Format, Galerie La Ligne, Zürich, CH
2009 Musée des Ursulines "Parole à voir" Mâcon, France



Öffentliche Sammlungen

Bank für Internationalen Zahlungausgleich, Basel

Donation REPÈRES, Musée de Mâcon, F

Allianz, Berlin

Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt, D

Musée d’Art et d’Histoire, Neuchâtel, CH

Alcatel, Cortaillod, CH

Donation André le Bozec, Musée de Cambrai, F

E.on, München

Europäisches Patentamt, München

Banque Bonhôte & Cie SA, Neuchâtel

Donation Francis Jenet au Musée de Neuchâtel

Haus Konstruktiv, Stiftung für Konkrete Kunst, Zürich