Sascha Nordmeyer
Geboren 1977 in Deutschland, lebt und arbeitet in Frankreich
Vertreten durch die Galerie La Ligne seit 2021
Werke von Sascha Nordmeyer
"An der Grenze aller Schöpfungsversuche stehen die Zeiträume, es gibt nur das. Diese kleinen Teile des visuellen Raums, deren Verbindung nicht von vornherein gegeben ist, womit sollen sie verbunden sein? "
Um diese Verbindung geht es in der Arbeit von Sascha Nordmeyer. Diese auf Papier begonnene serielle Recherche mit vom Künstler geschnittenen und aktivierten Mikroreflektoren setzt sich auf Metallinstallationen und in zunehmend monumentalen Formaten fort. Seine Kunst speist sich zweifelsohne ebenso aus der Geschichte wie aus dem Zeitgeist. Durch einen subtilen und transzendenten Mechanismus kommt er dazu, zu uns von fundamentalen Dingen zu sprechen, von Urkräften und kosmischer Ordnung. des Anschlusses. Die erste Inspiration ist aus dem Geschmack des Künstlers komponiert. Von seinen Reizen, seinem Gewissen oder seinen Projektionen. Seine Kunst durchdringt die Zeit. Sie beinhaltet Thesen und Versuche, sie legt auch die Zukunft fest. Seine Schöpfung ist der Kontrast. Stark vom Kinetismus und Konstruktivismus geprägt, nutzt sie die Technologie und das Digitale, sie tritt in die Moderne ein und engagiert sich körperlich durch die Geste der Hand, durch die Textur der Werke, durch das Spiel der Kontraste, das sie vorschlägt, zwischen Weichheit der Lichteffekte und durchsetzungsfähigen, geometrischen Kompositionen, zwischen Schattierungen und Helligkeiten.
Es ist Präzision, durch die angelegten Protokolle, durch seine majestätischen Symmetrien, durch die Dynamik und Harmonie der Bewegungen, die es hervorruft. Es ist Leichtigkeit und Transparenz, durch seine Volumen, rätselhafte Monolithen oder immaterielle Skalen, Membranen unterschiedlicher Proportionen, deren primäre Funktion es ist, die Dichte zu unterstreichen, wie so viele Bruchlinien zwischen der Unschärfe der Realität und der Intensität der Betrachtung. Der Betrachter ist dann mit Körper und Geist eingetaucht. Er zirkuliert, absorbiert von den Schwarzen und ihren plötzlich lebendigen und farbigen Schattierungen, oder geblendet vom wohlwollenden Glanz der Weißen, die beruhigen, perlend, Glasfenster einer neuen Art von Tempel, der Gelassenheit gewidmet, eine Art Raumstation im Orbit im Herzen des "Wesens der Dinge". Seine Installationen bekräftigen diese aus der Antike stammende Berufung durch ihren pyramidalen Aufbau, in dem das Dreieck und der Kreis durch ihre symbolische Tragweite, ihre architektonische Dimension, ihre Monumentalität zur Sakralisierung des Ausstellungsraumes kommen.
Denn es geht ja darum, Kathedralen zu errichten. Zeitgenössische Raum-Zeit mit gotischen Gewölben und therapeutischen Perspektiven, pointillistische und wohlwollende Beschwörungen von übernatürlicher Macht und Majestät, futuristische Mandalas, Hommage und Perspektive zugleich. Kathedralen der Transparenz, die mit Präzision und Subtilität die Tiefe des Immateriellen dosieren und durch die essentielle Harmonie, die aus ihnen hervorgeht, zur Kontemplation anregen, wie so viele Quellen von Emotionen, Fülle und Gleichgewicht. Orte, an denen das Heilige vor allem die Möglichkeit einer alternativen und avantgardistischen Spiritualität ist, die immer nur eine authentische und ultimative Friedensbotschaft ist. Wie so viele Fenster zu einer minimalistischen und raffinierten Ästhetik, deren Eleganz vor allem in einer tiefgreifenden Einfachheit besteht, einer universellen Dimension, die unerforscht ist.
Pascale Geoffrois - Journalist und Kunstkritiker
Paris 2018
Öffentliche Sammlungen (Auswahl)
Sébastien Bazin (FR)
Galila Barzilaï-Hollander (BE)
Marcel Burg (FR)
Jacques Font (FR)
Jean-Marie Gille (BE)
Madeleine Millot-Durrenberger (FR)
Marc Modert (LU)
Slotine – Le Fruit Intégral (FR)
HM Swiss Privat collection (CH)
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